Die Rote Aksaray-Moschee (Eğri Minare): Reiseführer und Geschichte

Die Rote Aksaray-Moschee – der schiefe Minarett der Seldschuken im Herzen Zentralanatoliens

Die Rote Aksaray-Moschee – eines der wenigen Denkmäler der Türkei, das nicht durch seine Größe oder seinen Prunk beeindruckt, sondern durch seinen eigenwilligen Charakter. Im Zentrum der kleinen anatolischen Stadt Aksaray ragt zwischen den üblichen Minaretten ein Backsteinturm empor, der deutlich von der Vertikalen abweicht – dafür wurde er Eğri Minare, „Schiefer Minarett“, genannt. Die Rote Aksaray-Moschee erhielt ihren Namen dank des warmen Rottons der Ziegel, aus denen ihr Minarett erbaut ist, und der Komplex selbst bewahrt die Erinnerung an die Blütezeit des Seldschuken-Sultanats von Rum. Hier, zwischen Basarstraßen und Teehäusern, begegnet der Reisende keiner Touristenattraktion, sondern einem lebendigen Teil des Stadtlebens – einem Zeugen von acht Jahrhunderten, der auch heute noch zum Gebet ruft.

Geschichte und Herkunft der Roten Aksaray-Moschee

Das Minarett, das zum Symbol des Denkmals geworden ist, stammt aus der Zeit der anatolischen Seldschuken und wird auf die Jahre 1221–1237 datiert – also auf die Regierungszeit von Sultan Alaeddin Keykubad I. Es war eine Zeit, in der das Seldschuken-Sultanat Ruma seinen höchsten Aufschwung erlebte: Der Handel auf den Karawanenwegen blühte, es wurden prächtige Karawansereien, Medresen und Moscheen erbaut, und in den anatolischen Städten entstand eine unverwechselbare Ästhetik aus Ziegeln, Stein und glasierten Fliesen. Die Rote Aksaray-Moschee entstand genau in dieser Atmosphäre, als Aksaray ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Konya – der Hauptstadt des Sultanats – und Kappadokien war.

Die Stadt Aksaray selbst trug zu jener Zeit einen Namen, der dem heutigen ähnelte, und war von Mauern umgeben. Durch sie zogen Handelskarawanen, in den Medresen studierten Theologen, und die Herrscher errichteten Moscheen, um ihre Frömmigkeit zu unterstreichen. Der Bau des roten Backsteinminaretts wurde zu einer Art visuellem Wahrzeichen der Stadt: Ein Reisender, der sich von Konya oder Kayseri näherte, konnte seinen rötlichen Schaft schon von weitem vor dem Hintergrund der lehmfarbenen Straßen erkennen. Nach Angaben türkischer Quellen war der Minarett als hoher, einladender Leuchtturm konzipiert – ein Bild, das seldschukische Architekten immer wieder anstrebten.

Die Moschee, die heute neben dem Minarett steht, entstand erst deutlich später. Entgegen dem ersten Eindruck sind Minarett und Moschee kein einheitliches Projekt aus dem 13. Jahrhundert: Quellen weisen ausdrücklich darauf hin, dass das benachbarte Moscheegebäude später errichtet wurde, während das Minarett selbst ein authentisches Denkmal aus der seldschukischen Zeit ist. Somit ist der visuelle Komplex, den der Tourist heute sieht, eine Schichtung von Epochen: ein alter Backsteinturm und eine spätere Gebetshalle, verbunden durch einen gemeinsamen Innenhof und ein gemeinsames Schicksal.

Im 20. Jahrhundert begann der Minarett, der seit Hunderten von Jahren auf dem weichen Boden der anatolischen Stadt stand, merklich von der Senkrechten abzuweichen. Die Neigung führte zu einem volkstümlichen Spitznamen – „Der schiefe Minarett“, Eğri Minare –, unter dem das Denkmal den Einheimischen weitaus besser bekannt ist als unter seinem offiziellen Namen. Bis 1973 war die Einsturzgefahr so real geworden, dass Ingenieure Sofortmaßnahmen ergriffen: Der Minarett wurde mit Stahlseilen abgespannt, um eine weitere Neigung zu stoppen und die Konstruktion zu erhalten. Diese Maßnahme rettete den Turm, und er steht noch heute und erinnert zugleich an das seldschukische Erbe und an die Zerbrechlichkeit jedes von Menschenhand geschaffenen Wunders.

Architektur und Sehenswürdigkeiten

Aus der Ferne wirkt die Rote Aksaray-Moschee täuschend bescheiden: ein Backsteinturm, ein kleines Gebäude daneben, ein ruhiger Innenhof. Doch je näher man kommt, desto deutlicher treten die für den seldschukischen Stil charakteristischen Details hervor, die das Bauwerk für Liebhaber der Architektur der frühen islamischen Zeit in Anatolien zu einem wahrhaft wertvollen Denkmal machen.

Minarett: rote Ziegel und präzise Berechnung

Der Minarett ruht auf einem quadratischen Steinsockel, der in einen schlanken, zylindrischen Schaft übergeht. Dieser Übergang vom viereckigen Sockel zum runden Schaft ist eine klassische Lösung der seldschukischen Baumeister: Er sorgt für Stabilität und schafft gleichzeitig eine unverwechselbare Silhouette. Der gesamte Schaft besteht aus rotem gebranntem Ziegelstein, und gerade wegen seiner Farbe erhielt das Denkmal seinen zweiten Namen – Kyzyl Minare, „Roter Minarett“. Im Licht der Abendsonne leuchtet der Turm buchstäblich in einem rost-kupfernen Farbton, und es wird verständlich, warum Reisende des 19. Jahrhunderts ihn mit Kohle verglichen, die aus dem Ofen genommen wurde.

Der zylindrische Schaft wird durch einen schmalen, profilierten Gürtel – Silme – in zwei Teile geteilt. Der untere Teil ist mit einem charakteristischen Zickzackmuster aus speziell verlegten Ziegeln verziert: ein Stilelement, das man von den seldschukischen Denkmälern in Konya und Sivas kennt. Der obere Abschnitt ist mit einem blau-grünen Kachelmosaik – dem Çini-Mosaik – verziert, jenem schimmernden türkisfarbenen Kachelwerk, das zum Markenzeichen der gesamten seldschukischen Architektur Anatoliens geworden ist. Wenn die Sonne im richtigen Winkel steht, leuchtet das farbige Mosaik in tiefen Türkistönen vor dem Hintergrund der warmen Ziegel, und der gesamte Minarett verwandelt sich in einen lebendigen Kontrast aus Feuer und Wasser.

Neigung und Stahlseile

Das Hauptmerkmal, wegen dem viele hierherkommen, ist natürlich die auffällige Neigung. Die Schräglage ist mit bloßem Auge gut zu erkennen: Der Schaft neigt sich zur Seite und erinnert an seine berühmte „Schwester“ in Pisa, und genau diese Abweichung hat den lokalen Namen Eğri Minare hervorgebracht. Die 1973 angebrachten Stahlseile umschlingen den oberen Teil des Minaretts und sichern es, damit es nicht umfällt. Für Architekturpuristen ist dies ein grober Eingriff, doch gerade dank ihm hat der Turm aus dem 13. Jahrhundert bis heute überdauert.

Die benachbarte Moschee und der städtische Kontext

Die benachbarte, später angebaute Moschee ist in einem zurückhaltenderen Stil gehalten: ein bescheidener Gebetsraum, ein ruhiger Innenhof, einige Stufen, die zum Eingang führen. Sie ist bis heute in Betrieb, und der Muezzin steigt regelmäßig hinauf, um zum Gebet zu rufen – der Klang des Adhan, der von den Mauern der Altstadt widerhallt, verwandelt den Besuch des Denkmals in ein kleines anatolisches Spektakel. Rundherum das für Aksaray typische Stadtbild: ein Basar, eine Straße mit Markisen, ein Uhrturm, Cafés mit türkischem Tee in tulpenförmigen Gläsern – alles zu Fuß erreichbar.

Seldschukischer Stil und Platz in der architektonischen Reihe

Um das Denkmal wirklich würdigen zu können, ist es hilfreich, es gedanklich in eine Reihe mit anderen seldschukischen Minaretten Anatoliens derselben Epoche zu stellen. Die Meister des 13. Jahrhunderts liebten es, mit Farbe und Struktur zu spielen: rote Ziegel, die sich mit Mauerwerk abwechseln, türkisfarbene Glasur, geometrische Zickzackmuster, stalaktitenartige Gesimse – all dies sind ihre charakteristischen Stilmittel. Im Minarett von Aksaray sind diese Elemente in einer komprimierten, fast skizzenhaften Form vereint. Hier fehlt der üppige Schmuck der großen Medresen von Konya, doch das Wesentliche des Stils ist vorhanden: rhythmische Ziegel, Silme-Gürtel, Chini-Mosaik, eine schlanke zylindrische Form. Für Reisende, die eine große Route durch das seldschukische Erbe – Konya, Sivas, Erzurum – planen, wird die Rote Aksaray-Moschee zu einer hervorragenden „Einführung“ in diese Ästhetik: Hier kann man sie aus der Nähe betrachten, ohne Menschenmassen und ohne Eintrittsgebühr.

Interessante Fakten und Legenden

  • Die Einheimischen nennen das Bauwerk nicht bei seinem offiziellen Namen, sondern Eğri Minare – „Schiefer Minarett“. Deshalb ist es in Aksaray einfacher, dem Taxifahrer genau das zu sagen: Jede Erwähnung von Eğri Minare bringt Sie ohne weitere Erklärungen direkt ans Ziel.
  • Einer städtischen Legende zufolge neigte sich der Minarett aus Trauer: Als er hörte, dass in Pisa ein ähnlicher Turm gebaut worden war, neigte er sich angeblich, um „seine Konkurrentin anzusehen“. Diese scherzhafte Erklärung kursiert in Aksaray seit dem 20. Jahrhundert und wird oft von lokalen Reiseführern erzählt.
  • Die rote Farbe des Schafts ist weder Farbe noch Beschichtung: Es handelt sich um den natürlichen Farbton gebrannter Ziegel, der für die seldschukische Baukunst des 13. Jahrhunderts charakteristisch ist. Genau deshalb bewahrt der Minarett im Gegensatz zu vielen restaurierten Denkmälern sein authentisches historisches Aussehen.
  • Die 1973 angebrachten Stahlseile waren ursprünglich als vorübergehende Maßnahme gedacht, wurden jedoch zu einem festen Bestandteil der Silhouette. Heute werden sie als „Narben der Zeit“ wahrgenommen, die daran erinnern, dass Denkmäler dank menschlicher Eingriffe überleben.
  • Minarett und Moschee wurden nicht gleichzeitig erbaut: Das eigentliche seldschukische Denkmal ist das Minarett aus den Jahren 1221–1237, während das Moscheegebäude daneben erst später entstand. Ein solches „zusammengesetztes“ Alter des Komplexes ist charakteristisch für viele alte anatolische Städte, in denen Denkmäler über Jahrhunderte hinweg um neue Teile erweitert wurden.

Anreise

Aksaray liegt in Zentralanatolien, an einem günstigen Punkt zwischen Kappadokien, Konya und dem Tuz-See. Die Stadt verfügt über keinen eigenen großen Flughafen, daher fliegen Reisende in der Regel nach Nevşehir (NAV) oder Kayseri (ASR) – beide sind 1,5 bis 2 Autostunden entfernt. Eine weitere Möglichkeit ist, nach Ankara (ESB) zu fliegen und von dort aus weiter nach Süden zu fahren: Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden über die Autobahn.

Am bequemsten ist es, den Überlandbus zu nutzen: Das türkische Otobüs-Netz verbindet Aksaray hervorragend mit Konya, Ankara, Kayseri und Nevşehir. Der Busbahnhof Aksaray Otogar liegt am Stadtrand, von dort aus fährt ein städtischer Dolmuş oder ein Taxi ins Zentrum, die Fahrt dauert 10–15 Minuten. Es gibt keine Zugverbindungen direkt nach Aksaray, daher ist die Zugfahrt nur mit Umsteigen in Konya möglich.

Innerhalb der Stadt ist das Denkmal am einfachsten zu Fuß zu erreichen: Die Rote Aksaray-Moschee steht mitten im Zentrum, neben dem Hauptplatz, dem Uhrturm und der berühmten Zontichna-Straße. Wenn Sie in einem Hotel in der Altstadt übernachten, dauert der Spaziergang zum Minarett höchstens 10–15 Minuten. Jedes Taxi bringt Sie in wenigen Minuten zur Adresse Eğri Minare.

Tipps für Reisende

Die beste Reisezeit ist im Frühling (April–Mai) und im Herbst (September–Oktober), wenn in Zentralanatolien weder die Sommerhitze noch die Winterwinde vom Plateau her wehen. Im Sommer können die Temperaturen tagsüber über 30 °C steigen, und es gibt nur wenig Schatten am Minarett. Planen Sie Ihren Besuch daher am besten für den Vormittag oder die Stunden vor Sonnenuntergang – so erhalten Sie gleichzeitig die schönsten Aufnahmen: Bei Sonnenuntergang leuchtet der rote Backstein förmlich. Im Winter ist Aksaray windig und kühl, Schnee ist möglich – aber das Minarett mit seiner weißen „Mütze“ sieht besonders fotogen aus.

Die Moschee ist in Betrieb, daher gilt die übliche Kleiderordnung: Frauen sollten ihren Kopf mit einem Tuch bedecken und Schultern sowie Knie verhüllen; Männer sollten nicht in Shorts eintreten. Während der fünfmaligen Gebetszeit sollten Touristen besser draußen warten – der Gebetsruf ist am Fuße des Minaretts hervorragend zu hören und wird so selbst zu einem Teil des Erlebnisses. Der Zutritt zum Gelände ist frei, spezielle Eintrittskarten sind nicht erforderlich.

Planen Sie für die Besichtigung des Denkmals 30–40 Minuten ein: Umrunden Sie den Minarett, betrachten Sie die Zickzackmuster und die türkisfarbenen Mosaike aus der Nähe, betreten Sie den Innenhof der Moschee und machen Sie einige Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln. Das reicht aus, um die Atmosphäre zu spüren. Anschließend lässt sich der Besuch logischerweise in eine einheitliche Stadtroute einbinden: den Uhrturm, die Schirmstraße, den Stadtbasar und das Aksaray-Museum. In einem halben Tag können Sie das historische Zentrum problemlos erkunden und haben sogar noch Zeit für einen Tee mit lokalem Pekmez in einer der Teehäuser.

Aksaray eignet sich sehr gut als Zwischenstation auf einer größeren Route durch Zentralanatolien: Viele Reisende machen hier zwischen Kappadokien und Konya Halt oder auf dem Weg zum Tuz-See und zur Karawanserei Sultanhan, die eine halbe Autostunde entfernt liegt. Wenn Sie aus westlicher Richtung kommen, ist es naheliegend, den Besuch mit einer Besichtigung von Sultanhan zu verbinden – der größten seldschukischen Karawanserei Anatoliens, die ideologisch und stilistisch mit Ihrem Minarett verwandt ist. Die Rote Aksaray-Moschee beeindruckt nicht durch ihre Größe wie die Hagia Sophia oder die Blaue Moschee, aber genau darin liegt ihr Reiz: Sie ist ein echtes, unprunkvolles Denkmal aus dem 13. Jahrhundert, das nicht für Touristen, sondern für seine Stadt existiert – und umso wertvoller ist die Begegnung mit ihr für den aufmerksamen Reisenden.

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Häufig gestellte Fragen — Die Rote Aksaray-Moschee (Eğri Minare): Reiseführer und Geschichte Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Die Rote Aksaray-Moschee (Eğri Minare): Reiseführer und Geschichte. Informationen zur Funktionsweise, zu den Möglichkeiten und zur Nutzung des Dienstes.
„Eğri Minare“ bedeutet aus dem Türkischen übersetzt „schiefer Minarett“. Dieser volkstümliche Spitzname hat sich für das Denkmal aufgrund der deutlichen Neigung des Schafts etabliert, die mit bloßem Auge gut zu erkennen ist. Die Einheimischen verwenden genau diesen Namen im täglichen Sprachgebrauch, und für einen Taxifahrer in Aksaray ist es einfacher, „Eğri Minare“ zu sagen, als den offiziellen Namen der Moschee.
Die Neigung entstand allmählich aufgrund der Beschaffenheit des weichen Bodens unter dem Fundament. Bis 1973 hatte die Neigung ein kritisches Ausmaß erreicht, und Ingenieure brachten im oberen Teil des Schachts Stahlseile an, um eine weitere Verschiebung zu verhindern. Seitdem ist die Konstruktion stabil. Ein Besuch ist absolut sicher – die Seile dienen als dauerhafte Verankerung und nicht als vorübergehende Maßnahme.
Nein, es handelt sich um verschiedene Epochen. Der Minarett selbst ist ein authentisches Denkmal des Seldschuken-Sultanats von Rum, das auf die Jahre 1221–1237, die Regierungszeit von Alaeddin Keykubad I., datiert wird. Das Moscheegebäude daneben entstand erst wesentlich später. Eine solche „zusammengesetzte“ Struktur des Komplexes ist typisch für viele anatolische Städte, in denen Gebäude über Jahrhunderte hinweg um neue Teile erweitert wurden.
Der rote Farbton ist die natürliche Farbe der gebrannten Ziegel, aus denen der Schaft errichtet wurde. Es gibt keinerlei Farbe oder Beschichtung: Genau solche Ziegel verwendeten die seldschukischen Baumeister des 13. Jahrhunderts. Genau deshalb bewahrt das Denkmal sein authentisches historisches Aussehen, das nicht durch spätere Restaurierungsanstriche verfälscht wurde. Im Licht der Abendsonne nimmt der Turm einen satten rost-kupferfarbenen Schimmer an.
Chini-Mosaik ist eine Verkleidung aus glasierten, türkisblauen Kacheln, die für die seldschukische Architektur Anatoliens des 13. Jahrhunderts charakteristisch ist. Am Minarett schmückt es den oberen Abschnitt des Schafts und ist bei Tageslicht gut zu erkennen: Der warme rote Backstein bildet einen Kontrast zu den schimmernden türkisfarbenen Einsätzen. Derselbe Stil ist auch an den seldschukischen Baudenkmälern in Konya und Sivas zu sehen.
Nein, der Zutritt zum Gelände ist frei, es gibt weder Eintrittskarten noch einen Ticketschalter. Das Denkmal befindet sich im Zentrum von Aksaray und kann zu jeder Tageszeit besichtigt werden. Da die Moschee noch in Betrieb ist, wird Touristen empfohlen, sich während des Gebets draußen aufzuhalten.
Ja. Unter den Einwohnern von Aksaray kursiert eine scherzhafte Geschichte: Der Minarett habe sich angeblich vor Neid oder Neugierde geneigt, als er von dem berühmten Schiefen Turm von Pisa in Italien hörte, und sich vorbeugt, um „einen Blick auf seine Konkurrentin zu werfen“. Die Legende entstand im 20. Jahrhundert und wird oft von lokalen Reiseführern erzählt, was dem Denkmal zusätzlichen Charme verleiht.
Die Moschee ist voll funktionsfähig. Der Adhan ertönt fünfmal am Tag, und der Muezzin steigt regelmäßig auf die Minaret, um zum Gebet zu rufen. Es handelt sich nicht um ein Museumsstück, sondern um einen lebendigen Teil des städtischen Lebens. Genau aus diesem Grund ist die Einhaltung der Kleiderordnung unerlässlich: Frauen sollten ein Kopftuch tragen und ihre Schultern und Knie bedecken; Männern wird vom Tragen von Shorts abgeraten.
Im Gegensatz zu den prächtigen Medresen von Konya oder den grandiosen Moscheen von Sivas ist dieses Denkmal zurückhaltend und intim. Hier gibt es keine touristische Infrastruktur und keinen Eintritt – nur den Minarett selbst, das lebhafte Viertel drumherum und acht Jahrhunderte Geschichte. Für diejenigen, die sich mit dem seldschukischen Erbe beschäftigen, ist Aksaray ein praktischer „Einstieg“ vor einer größeren Reise: rote Ziegel, Silme-Gürtel, Zickzackmuster und Chini-Mosaike – das gesamte Vokabular dieses Stils an einem Ort.
Ganz einfach. Nur wenige Gehminuten von der Roten Aksaray-Moschee entfernt liegen der Uhrturm, die berühmte „Sonnenschirm-Straße“ und der Stadtbasar. In einem halben Tag lässt sich das gesamte historische Zentrum von Aksaray gut erkunden. Eine weitere naheliegende Möglichkeit ist es, den Besuch mit einem Ausflug nach Sultanhan zu verbinden, der größten seldschukischen Karawanserei Anatoliens, die eine halbe Autostunde von der Stadt entfernt liegt.
Aksaray verfügt über keinen eigenen großen Flughafen. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Nevşehir (NAV) und Kayseri (ASR), beide etwa 1,5 bis 2 Autostunden entfernt. Man kann auch nach Ankara (ESB) fliegen und von dort aus in 3 Stunden anreisen. Am bequemsten ist der Überlandbus: Das Otobüs-Netz verbindet Aksaray gut mit Konya, Ankara, Kayseri und Nevşehir.
Für den Minarett und den Innenhof der Moschee reichen 30 bis 40 Minuten aus: Man kann den Turm umrunden, den Zickzack und die türkisfarbenen Mosaike betrachten, den Innenhof betreten und Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln machen. Wenn Sie außerdem einen Spaziergang durch die Altstadt von Aksaray, die Teestube und den Basar planen, sollten Sie einen halben Tag einplanen.
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Die besten Reisezeiten sind der Frühling (April–Mai) und der Herbst (September–Oktober): In Zentralanatolien gibt es weder sommerliche Hitze noch winterliche Steppenwinde. Im Sommer steigen die Temperaturen über 30 °C, und am Minarett gibt es nur wenig Schatten. Planen Sie Ihren Besuch für den Vormittag oder die Stunden vor Sonnenuntergang: Im Licht der untergehenden Sonne erhält der rote Backstein eine besonders satte Farbe und sorgt für die besten Aufnahmen. Im Winter kann es schneien – auch das bildet einen fotogenen Kontrast zum Turm, aber man muss auf die Kälte vorbereitet sein.
Fliegen Sie zum nächstgelegenen Flughafen – Nevşehir (NAV) oder Kayseri (ASR), beide sind etwa 1,5 bis 2 Autostunden von der Stadt entfernt. Eine Alternative ist Ankara (ESB) mit einer Fahrzeit von etwa 3 Stunden. Von jeder dieser Städte aus ist Aksaray bequem mit dem Überlandbus zu erreichen: Das Otobüs-Netz verbindet Aksaray regelmäßig mit Konya, Kayseri, Ankara und Nevşehir. Züge fahren nicht direkt nach Aksaray.
Der Busbahnhof Aksaray Otogar liegt am Stadtrand. Von dort gelangt man mit dem städtischen Dolmuş oder einem Taxi ins historische Zentrum – die Fahrt dauert 10–15 Minuten. Sagen Sie dem Fahrer „Eğri Minare“ oder „Zentrum“ – das sind allgemein bekannte Orientierungspunkte. Wenn Sie in einem Hotel in der Altstadt übernachten, können Sie den Minarett in 10–15 Minuten zu Fuß erreichen.
Umrunden Sie das Minarett: Betrachten Sie zunächst aus der Ferne die allgemeine Neigung und die Silhouette, bevor Sie näher herantreten. Achten Sie auf den Übergang vom quadratischen Steinsockel zum zylindrischen Schaft, das zickzackförmige Ziegelmuster im unteren Stockwerk und das türkisfarbene Chini-Mosaik im oberen Teil. Die Stahlseile aus dem Jahr 1973 sind Teil der jüngeren Geschichte des Denkmals und ebenfalls einen Blick wert. Für all dies benötigen Sie etwa 20 bis 30 Minuten.
Man kann den Innenhof betreten und einen Blick in das Moscheegebäude werfen – der Eintritt ist kostenlos. Vergewissern Sie sich vor dem Besuch, dass Sie die Kleiderordnung einhalten: Frauen sollten ein Kopftuch tragen und ihre Schultern und Knie bedecken; Männer sollten keine Shorts tragen. Falls gerade der Azan ertönt und das Gebet beginnt, warten Sie bitte draußen – der Ruf zum Gebet, der am Fuße des Minaretts zu hören ist, wird Teil des Erlebnisses sein.
Die Rote Aksaray-Moschee steht im Herzen der Stadt, direkt neben dem Hauptplatz. Nach der Besichtigung bietet es sich an, den Spaziergang fortzusetzen: zum Uhrturm zu gehen, einen Blick in die Zontichna-Straße zu werfen und bis zum Stadtbasar zu spazieren. In einer der örtlichen Teestuben sollte man unbedingt Tee in einem tulpenförmigen Glas mit Pekmez probieren. In einem halben Tag können Sie das gesamte historische Zentrum von Aksaray problemlos erkunden.
Aksaray liegt verkehrsgünstig zwischen Kappadokien, Konya und dem Tuz-See, sodass man es leicht als Zwischenstopp einplanen kann. Wenn Sie von Kappadokien nach Konya oder zurück fahren, erfordert ein Abstecher nach Aksaray praktisch keinen Umweg. Eine weitere naheliegende Möglichkeit ist, den Besuch mit einem Ausflug nach Sultanhan zu verbinden, der größten seldschukischen Karawanserei Anatoliens, die nur 30 Autominuten von der Stadt entfernt liegt.